„Es ist zu spät für meine Freundin. Sie ist tot.“

Nur wenige Stunden nach der aktuellen Änderung der Blutregel tauchen in Ex-Zeugen-Foren immer mehr persönliche Berichte auf.

Ein 25-jähriger ehemaliger Ältester und allgemeiner Pionier schreibt auf Reddit über eine enge Freundin. Sie starb nach seinen Angaben im Februar 2025 im Alter von nur 26 Jahren.

Sie litt an Sichelzellanämie und lehnte eine Transfusion roter Blutkörperchen ab.

Heute, gerade einmal anderthalb Jahre später, erklärt die Leitende Körperschaft, dass Entscheidungen über die vier Hauptbestandteile des Blutes künftig dem persönlichen Gewissen des einzelnen Christen überlassen werden sollen.

Der ehemalige Älteste schreibt dazu bitter:

„Nun ja … gut. Aber für meine Freundin ist es ein bisschen zu spät, oder? Sie ist tot.“

Besonders wütend macht ihn, dass dieselbe religiöse Führung, die diese Frage jahrzehntelang verbindlich beantwortete, nun erklärt, die Bibel treffe dazu keine ausdrückliche Aussage.

Seine Frage ist deshalb ebenso einfach wie schmerzhaft:

„Habt ihr das wirklich erst jetzt verstanden?“

Das Problem einer nachträglichen „Klarstellung“

Für heutige Zeugen kann die neue Regel mehr Entscheidungsfreiheit bedeuten.

Für Menschen, die unter der früheren Regel medizinische Entscheidungen getroffen haben, lässt sich diese Freiheit jedoch nicht nachträglich gewähren.

Eine Lehränderung verändert die Zukunft.

Sie ändert aber nicht die Entscheidungen, die Menschen gestern im Vertrauen darauf getroffen haben, dass die damalige Regel Gottes Wille sei.

Und genau deshalb werden die kommenden Wochen vermutlich nicht nur von Erleichterung geprägt sein.

Sondern auch von einer sehr unangenehmen Frage:

Warum galt etwas jahrzehntelang als religiös verbindlich, wenn die Bibel dazu nach heutiger Aussage der Organisation gar keine eindeutige Vorgabe macht?

Hinweis: Der geschilderte Krankheits- und Todesfall beruht auf dem persönlichen Bericht des Reddit-Nutzers und ist von mir nicht unabhängig überprüfbar.

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