Der Kauf betrifft keine kleine Immobilie, sondern ein großes Hotel- und Konferenzzentrum mit umfangreicher Infrastruktur. Nach Angaben des Maklers EDC Erhverv Poul Erik Bech wird das Objekt künftig nicht touristisch, sondern als regionales Unterrichts- beziehungsweise Schulungszentrum genutzt. Genannt werden dabei Zeugen Jehovas aus verschiedenen europäischen Ländern.
Das Gebäude stand seit der Schließung durch Comwell Ende 2021 weitgehend leer. Die Gewerkschaft 3F hatte die Immobilie zuvor gekauft, ein eigenes Projekt dort aber aufgegeben. 2024 wurde das Areal für 110 Millionen dänische Kronen zum Verkauf angeboten. Ob dieser Preis auch dem tatsächlichen Kaufpreis entspricht, ist bisher öffentlich nicht klar.
Bemerkenswert ist vor allem die Größenordnung: Ein ehemaliges Hotel mit 134 Zimmern wird nicht zu einem gewöhnlichen Versammlungsort, sondern zu einem internationalen Schulungsstandort. Das zeigt einmal mehr, dass die Organisation nicht nur religiös auftritt, sondern auch infrastrukturell in ganz anderen Dimensionen denkt.
Nach außen gibt man sich schlicht. Gekauft wird trotzdem nicht gerade eine Jugendherberge!

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