Der Beitrag zeigt: Die Fixierung der Zeugen Jehovas auf die Pfahl-Theorie bei Jesu Hinrichtung ist historisch nicht haltbar – archäologische und biblische Hinweise sprechen eher für ein Kreuz. Ursprünglich nutzte die Organisation selbst das Kreuzsymbol, bis es unter Rutherford verworfen wurde. Die Ablehnung dient heute vor allem der Abgrenzung: ein bewusst gesetztes Unterscheidungsmerkmal, um Exklusivität zu erzeugen. Theologisch ist der Unterschied unwesentlich – doch für die Wachtturm-Gesellschaft ein Instrument gruppenbezogener Identitätspolitik.
Ein dogmatischer Nebenkriegsschauplatz und seine tiefere Funktion..
Kaum ein Detail wurde von der Wachtturm-Gesellschaft so beharrlich betont wie die Behauptung, Jesus sei nicht an einem Kreuz, sondern an einem aufrechten Pfahl hingerichtet worden. Was auf den ersten Blick wie eine nebensächliche Begriffsklärung wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als bewusst gesetzte Grenze theologisch, historisch und psychologisch.
In Johannes 20,25 sagt der zweifelnde Apostel Thomas:
„Wenn ich nicht in seinen Händen die Spur der Nägel sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite, werde ich es keinesfalls glauben.“
Das griechische Wort für „Nägel“ steht hier im Plural sowohl im Textus Receptus als auch in der Nestle-Aland-Ausgabe. Daraus ergibt sich zwangsläufig: Mindestens zwei Nägel wurden verwendet, um Jesu Hände zu befestigen, ein starker Hinweis auf eine klassische Kreuzigung, nicht auf die von der Wachtturm-Gesellschaft propagierte „Pfählung“ mit nur einem einzigen Nagel.

(Textus Receptus)

Novum Testamentum Graece (Nestle-Aland)
„Nägel in den Händen“ vs. archäologische Realität“
In den Evangelien heißt es also, dass Jesus „an den Händen genagelt“ wurde (Johannes 20,25). Dieser Vers wird oft wörtlich gelesen – als Beweis, dass Nägel durch die Handflächen geschlagen wurden. Doch archäologisch und sprachlich ergibt sich ein anderes, präziseres Bild.
Archäologisch ist gesichert:
- Nägel durch die Handflächen würden das Körpergewicht nicht tragen können (die Handflächen reißen bei 40–50 kg Belastung).
- Römische Praxis war daher, durch die Handgelenke (Bereich zwischen Speiche und Elle) zu nageln oder zu binden.
Im Griechischen Originaltext steht das Wort χείρ (cheír), das im antiken Sprachgebrauch nicht nur die Handfläche, sondern den gesamten unteren Armabschnitt bis zum Handgelenk bezeichnete. Ein antiker Leser verstand darunter also durchaus auch den Bereich, durch den römische Henker tatsächlich nagelten: das Handgelenk, wo die Knochen das Körpergewicht tragen konnten.
Die archäologischen Funde stützen diese Lesart eindrucksvoll.
Bei dem Kreuzigungsopfer Jehohanan ben Hagkol (Jerusalem, 1. Jh. n. Chr.) fand sich ein Eisennagel, der seitlich durch beide Fersen geschlagen worden war – keine Spur jedoch an den Handknochen. Gleiches gilt für die späteren Funde von Gavello (Italien) und Fenstanton (England): überall sind die Fersen durchbohrt, während Arme und Hände gebunden oder am Handgelenk fixiert waren.
Das zeigt: Die biblische Ausdrucksweise ist sprachlich korrekt, aber nicht anatomisch präzise im modernen Sinn. Johannes beschreibt kein medizinisches Detail, sondern ein Erkennungszeichen des Gekreuzigten – die „Nägelmale“ als Symbol seiner Identität und seines Leidens.
In der Praxis der römischen Kreuzigung war es üblich, die Arme am Querbalken zu binden oder durch die Handgelenke zu nageln, um das Gewicht zu halten. Die Fersen wurden seitlich am Pfahl angenagelt, wodurch der Körper leicht verdreht hing. Diese Kombination erklärt, warum die antiken Quellen von „Nägeln“ sprechen, ohne dass archäologisch Spuren an den Händen erhalten sind.
Tatsächlich hatten die frühen Bibelforscher unter Charles Taze Russell keinerlei Schwierigkeiten mit dem Kreuz als Symbol. Es erschien regelmäßig in der Zeitschrift Zion’s Watch Tower, zierte Broschüren, Vortragseinladungen und wurde als Teil des „Kreuz-und-Krone“-Emblems genutzt (oben rechts).

Erst unter Joseph F. Rutherford setzte ein Bruch ein: Das Kreuz wurde sukzessive aus Publikationen, Illustrationen und Lehrmaterialien entfernt. Fortan galt es als „heidnisches Symbol“ eine bis heute wiederholte Deutung, die historisch und theologisch mehr Fragen aufwirft als beantwortet.
Historischer Umgang mit dem Kreuz
Die römische Kreuzigung war kein bis ins Detail standardisiertes Hinrichtungsverfahren. Antike Quellen berichten von unterschiedlichen Formen der Befestigung, verschiedenen Körperhaltungen und offenbar auch unterschiedlichen Konstruktionen. Deshalb lässt sich heute nicht mit Sicherheit sagen, ob das Hinrichtungsinstrument Jesu exakt T-förmig war, der später bekannten †-Form entsprach oder anders konstruiert war.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die historische Quellenlage völlig offen wäre. Entscheidend ist das Zusammenspiel von antiken Texten, archäologischen Funden und frühen bildlichen Zeugnissen.
Der Querbalken in der römischen Kreuzigungspraxis
Für die Frage nach einem Querbalken ist vor allem der lateinische Begriff patibulum von Bedeutung.
Antike Autoren verwenden diesen Begriff im Zusammenhang mit Bestrafungen und Hinrichtungen. Plautus beschreibt bereits lange vor der Zeit Jesu Verurteilte im Zusammenhang mit einem patibulum. Auch spätere römische Quellen kennen Hinrichtungen, bei denen Menschen mit ausgestreckten Armen befestigt wurden.
In der Forschung wird über die genaue Interpretation einzelner Textstellen durchaus diskutiert. Dennoch gibt es gewichtige literarische Hinweise darauf, dass ein horizontales Holz beziehungsweise ein Querbalken Bestandteil römischer Kreuzigungen sein konnte und keineswegs erst später von Christen erfunden wurde.
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang auch der griechische Schriftsteller Artemidor aus dem 2. Jahrhundert. Er beschreibt den staurós im Zusammenhang mit Balken und Nägeln und verbindet die Kreuzigung ausdrücklich mit dem Ausstrecken der Hände.
Damit lässt sich die Behauptung, ein römischer staurós müsse zwingend aus nur einem einzigen senkrechten Pfahl bestanden haben, historisch nicht begründen.
Archäologische Evidenz der Kreuzigung
Archäologische Nachweise römischer Kreuzigungen sind äußerst selten. Das ist nicht überraschend: Verurteilte konnten angebunden statt angenagelt werden, Nägel konnten nach der Hinrichtung entfernt werden, und die Leichen von Hingerichteten wurden nicht immer regulär bestattet.
Dennoch existieren einige bemerkenswerte Funde.
Jehohanan aus Jerusalem
1968 wurden in Jerusalem die Überreste eines Mannes namens Jehohanan entdeckt, der im 1. Jahrhundert n. Chr. gelebt hatte.
In seinem rechten Fersenbein steckte noch ein etwa 11,5 Zentimeter langer Eisennagel. Der Fund ist damit ein außergewöhnlich direkter archäologischer Beleg dafür, dass bei römischen Kreuzigungen die Füße beziehungsweise Fersen eines Menschen angenagelt werden konnten.
Frühere Rekonstruktionen gingen weiter und versuchten auch die Position der Arme sowie eine sehr konkrete Körperhaltung zu bestimmen. Eine spätere Neubewertung des Skeletts zeigte jedoch, dass diese Aussagen aus den erhaltenen Knochen nicht sicher abzuleiten sind.
Jehohanan beweist also eine Kreuzigung und die Annagelung im Bereich der Ferse. Der Fund allein beweist jedoch weder eine bestimmte Armhaltung noch die genaue Form der verwendeten Holzkonstruktion.
Fenstanton in England
Ein weiterer außergewöhnlicher Fund wurde im englischen Fenstanton gemacht.
Bei einem Mann aus römischer Zeit steckte ebenfalls noch ein Eisennagel quer durch das rechte Fersenbein. Der Fund gehört zu den deutlichsten archäologischen Nachweisen einer Kreuzigung im Römischen Reich und zeigt zugleich, dass diese Hinrichtungspraxis keineswegs auf Judäa beschränkt war.
Auch hier gilt allerdings: Ein Nagel in der Ferse verrät nicht, wie die Arme befestigt waren und ob der Querbalken genau in T-Form, †-Form oder auf andere Weise mit dem senkrechten Holz verbunden war.
Was die Archäologie beweist – und was nicht
Die archäologischen Funde sollten deshalb nicht überinterpretiert werden.
Sie zeigen eindeutig, dass Menschen im Römischen Reich gekreuzigt und dabei auch angenagelt wurden.
Sie beweisen für sich allein jedoch nicht die exakte Konstruktion des Kreuzes Jesu.
Der Hinweis auf einen Querbalken ergibt sich vielmehr aus der Verbindung dieser Funde mit den antiken literarischen Beschreibungen der Kreuzigungspraxis.
Gerade diese Unterscheidung ist wichtig: Die historische Argumentation für einen Querbalken ist stärker, wenn man nicht versucht, aus einzelnen Knochenfunden mehr herauszulesen, als diese tatsächlich zeigen.
Was bedeutet das Wort staurós?
Ein wichtiges Argument der Zeugen Jehovas betrifft das griechische Wort staurós, das im Neuen Testament für das Hinrichtungsinstrument Jesu verwendet wird.
In älterem Griechisch konnte staurós tatsächlich einen aufrecht stehenden Pfahl bezeichnen.
Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass das Wort zur Zeit des Römischen Reiches ausschließlich einen einzelnen senkrechten Pfahl ohne Querholz bezeichnete.
Wörter verändern ihre Bedeutung mit der Zeit und erhalten durch neue historische Zusammenhänge zusätzliche Verwendungsweisen. In der römischen Epoche wurde staurós für die römische Kreuzigung verwendet, deren konkrete Ausführung variieren konnte.
Antike Texte zeigen zudem Verbindungen zwischen dem Begriff, ausgestreckten Armen und Konstruktionen aus mehreren Holzteilen.
Die ältere Bedeutung „Pfahl“ ist deshalb sprachgeschichtlich interessant, aber kein Beweis dafür, dass Jesus ausschließlich an einem einzelnen senkrechten Holz hingerichtet wurde.
Frühe bildliche Zeugnisse
Von Bedeutung ist auch das sogenannte Alexamenos-Graffito aus Rom.
Die genaue Datierung ist nicht völlig sicher; gewöhnlich wird es ungefähr in das 2. oder frühe 3. Jahrhundert n. Chr. eingeordnet.
Die Ritzzeichnung zeigt offenbar einen Mann namens Alexamenos vor einer gekreuzigten Gestalt mit Eselskopf. Sie wird allgemein als Spott über einen Christen und dessen Gottesverehrung interpretiert.
Das Graffito kann selbstverständlich nicht beweisen, wie das konkrete Hinrichtungsinstrument Jesu rund zwei Jahrhunderte zuvor konstruiert war.
Es zeigt jedoch etwas anderes: Die Verbindung zwischen Christus beziehungsweise christlicher Gottesverehrung und einer kreuzförmigen Hinrichtung war bereits lange vor Konstantin und der staatlichen Förderung des Christentums bekannt.
Damit wird zumindest die Vorstellung problematisch, die Kreuzform sei erst im 4. Jahrhundert als heidnisches Symbol in das Christentum eingeführt worden.
Das angebliche Kreuz von Herculaneum
Ein Fund, der früher häufig als besonders frühes christliches Zeugnis genannt wurde, sollte dagegen nicht als Beleg verwendet werden.
In einem Gebäude des im Jahr 79 n. Chr. verschütteten Herculaneum befindet sich eine kreuzförmige Vertiefung in einer Wand. Sie wurde teilweise als Abdruck oder Befestigungsstelle eines frühchristlichen Holzkreuzes interpretiert.
Diese Deutung ist jedoch nicht gesichert. Neuere Untersuchungen sprechen dafür, dass die Vertiefung wahrscheinlich von einer hölzernen Regal- oder Wandkonstruktion stammt.
Als Nachweis dafür, dass Christen bereits vor dem Jahr 79 ein Kreuz an dieser Wand verehrten, ist der Fund daher ungeeignet.
Historische Einordnung
Was lässt sich aus der gesamten Quellenlage tatsächlich ableiten?
Erstens: Die genaue Form des Hinrichtungsinstruments Jesu lässt sich nicht mit Sicherheit rekonstruieren. Wir können historisch nicht beweisen, ob es exakt einem T, einem † oder einer anderen Konstruktion mit Querholz entsprach.
Zweitens: Antike literarische Quellen belegen, dass horizontale Hölzer beziehungsweise patibula im Zusammenhang mit römischen Hinrichtungen verwendet wurden und dass Kreuzigungen mit ausgestreckten Armen bekannt waren.
Drittens: Archäologische Funde wie Jehohanan und Fenstanton bestätigen unmittelbar die Praxis der Kreuzigung und der Annagelung, ohne allerdings die gesamte Holzkonstruktion rekonstruieren zu können.
Viertens: Frühe bildliche Zeugnisse zeigen, dass die Vorstellung des gekreuzigten Christus an einer kreuzförmigen Konstruktion bereits lange vor Konstantin existierte.
Die historisch belastbare Schlussfolgerung lautet daher nicht:
„Wir wissen exakt, wie das Kreuz Jesu aussah.“
Sie lautet:
Es gibt keine tragfähige historische Grundlage für die Behauptung, Jesus müsse zwingend ausschließlich an einem einfachen senkrechten Pfahl ohne Querbalken hingerichtet worden sein. Für die Verwendung von Querbalken innerhalb der römischen Kreuzigungspraxis existieren dagegen gewichtige antike Belege.
Fazit
Die Frage „Kreuz oder Pfahl?“ lässt sich historisch nicht dadurch entscheiden, dass man lediglich auf die älteste Bedeutung des griechischen Wortes staurós verweist.
Dass dieses Wort ursprünglich einen Pfahl bezeichnen konnte, ist richtig.
Daraus abzuleiten, Jesus sei deshalb nachweislich an einem einzelnen senkrechten Holz ohne Querbalken gestorben, ist dagegen ein Schluss, den die historischen Quellen nicht tragen.
Die römische Kreuzigungspraxis war vielfältiger. Antike Quellen kennen Querbalken, ausgestreckte Arme und aus mehreren Holzteilen bestehende Hinrichtungskonstruktionen.
Die seriöse historische Position lautet daher: Die exakte Form des Kreuzes Jesu kennen wir nicht. Eine Konstruktion mit Querbalken ist jedoch historisch gut begründet – die ausschließliche Pfahlthese dagegen nicht.
Die Argumentationslinie der Zeugen Jehovas
Die Ablehnung des Kreuzes wird in Publikationen der Zeugen Jehovas unter anderem mit Aussagen des britischen Bibelgelehrten William Edwy Vine (1873–1949) begründet.
Vine gehörte zur Brüderbewegung beziehungsweise zum Umfeld der Plymouth Brethren und verfügte über eine akademische Ausbildung in den klassischen Sprachen. In seinem bekannten Expository Dictionary vertrat er die Auffassung, staurós habe ursprünglich einen aufrechten Pfahl bezeichnet, und brachte die spätere Kreuzform mit außerchristlichen Symboltraditionen in Verbindung.
Vines Auffassung ist deshalb nicht einfach als fachlich wertlos abzutun. Sie ist jedoch die Interpretation eines einzelnen Gelehrten und kein Beleg für einen historischen oder archäologischen Konsens. Entscheidend ist nicht, ob sich eine passende Wörterbuchdefinition finden lässt, sondern wie der Begriff staurós im Kontext der römischen Hinrichtungspraxis des 1. Jahrhunderts verwendet wurde und welche literarischen und historischen Quellen dafür vorliegen.
Die Berufung auf Vine kann daher eine bestimmte sprachhistorische Position belegen. Sie beweist jedoch nicht, dass Jesus ausschließlich an einem einzelnen senkrechten Pfahl ohne Querbalken hingerichtet wurde.
Hinzu kommt: Die ersten Übersetzer der Neuen-Welt-Übersetzung verfügten nach eigenen Aussagen über keine fundierten Altgriechischkenntnisse. Sie waren auf Werke wie Vine angewiesen und übernahmen dessen Deutungen offenbar unkritisch.
Die Vorstellung, das Kreuz sei ein Symbol des heidnischen Gottes Tammuz, entbehrt jeder historischen Grundlage.
Der Buchstabe T wurde im babylonischen Kult nie als religiöses Emblem verwendet – die Verbindung zwischen Tammuz und einem „T-Zeichen“ ist eine moderne Fehlassoziation, die auf einer rein sprachlichen Koinzidenz beruht. In den altorientalischen Quellen erscheint Tammuz mit Symbolen der Fruchtbarkeit und des Vegetationszyklus, nicht mit einem Kreuz.
Psychologischer Befund…
Ob Jesus an einem Kreuz oder an einem Pfahl starb, ist für das christliche Verständnis seines Opfers letztlich zweitrangig. Doch die Vehemenz, mit der die Zeugen Jehovas diesen Nebenaspekt betonen, wirkt wie ein künstlich errichtetes Abgrenzungsmerkmal, ein typisches Element gruppenbezogener Kontrolle:
„Nur wir haben die wahre Erkenntnis – alle anderen liegen falsch.“
Ein solches Muster zieht sich durch zahlreiche Lehrentscheidungen der Organisation etwa das Verbot von Geburtstagsfeiern oder das Verdikt gegen Symbole, deren Bedeutung angeblich „heidnisch“ sei. Nicht die Heilige Schrift steht im Zentrum, sondern die Systemlogik der Organisation: Abgrenzung erzeugt Identität.
Aber Zeugen Jehovas haben längst eine Alternative zum Kreuz gefunden:

Bildquelle: Screenshot aus öffentlich einsehbarem eBay- und TEMU-Angebot (Stand: Juni 2025).
Das Bild zeigt eine Werbedarstellung von Accessoires mit der eingetragenen Marke JW.ORG.
Die Verwendung erfolgt ausschließlich dokumentarisch und im Rahmen der kritischen Analyse zur Symbolverwendung innerhalb religiöser Gemeinschaften gemäß § 51 UrhG (Zitatrecht).

Fazit
Der Tod Jesu ist für Christen zentral. Die Frage, ob er an einem Kreuz oder Pfahl starb, ist hingegen eine Nebensache, es sei denn, man erhebt sie künstlich zur Identitätsmarke. Genau das tut die Wachtturm-Gesellschaft: Sie konstruiert eine exklusive Wahrheit, wo keine theologische Notwendigkeit besteht.
Das Kreuz wird verworfen – nicht aus biblischer Überzeugung, sondern zur Selbstprofilierung einer Organisation, die ihre Legitimation aus Andersartigkeit bezieht. Ein Muster, das sich in vielen autoritär geführten Glaubenssystemen nahezu identisch wiederholt.
„Nicht das Kreuz hat heidnische Wurzeln, sondern die Angst vor Symbolen.“
Danke fürs Lesen und für deine Zeit und dein Interesse.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der journalistischen und theologisch fundierten Auseinandersetzung mit öffentlich dokumentierten Vorgängen der Wachtturm-Gesellschaft. Alle Zitate dienen der kritischen Analyse gemäß § 51 UrhG (Zitatrecht). Alle genannten Gruppennamen und Begriffe sind eingetragene Bezeichnungen der jeweiligen Organisationen und werden hier ausschließlich im Rahmen zulässiger Berichterstattung nach § 50 UrhG und § 5 GG verwendet.


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