Mehr Eigenverantwortung – welch revolutionäre Idee

Ein Zeuge schreibt zur aktuellen Entwicklung sinngemäß:

„Vielleicht bereitet Jehova uns darauf vor, künftig mehr Verantwortung für unsere eigenen Entscheidungen zu übernehmen, anstatt uns auf ein Regelwerk des treuen Sklaven zu verlassen.“

Na sieh mal einer an.

Da hat tatsächlich jemand bemerkt, dass Eigenverantwortung vielleicht etwas damit zu tun haben könnte, Entscheidungen selbst zu treffen – und nicht darauf zu warten, dass eine religiöse Führung vorgibt, was erlaubt, verboten oder „Gewissenssache“ ist.

Fast schon gewagt.

Denn genau darin liegt das Problem eines Systems, das seinen Mitgliedern über Jahrzehnte detailliert vorsortiert:

Was ist richtig?
Was ist falsch?
Was darf ich?
Was darf ich nicht?
Was entscheidet mein Gewissen – und was besser doch die Organisation?

Und jetzt wird mehr Eigenverantwortung plötzlich als geistlicher Fortschritt verkauft.

Willkommen beim persönlichen Gewissen. Christen benutzen das schon länger.

Die interessante Frage bleibt:

Warum musste Jehova seine Diener eigentlich erst 2026 darauf vorbereiten, selbst Verantwortung für ihre Entscheidungen zu übernehmen?

Vielleicht ist ein eigener moralischer Kompass am Ende doch anstrengender als ein Regelwerk.

Aber genau deshalb nennt man es Eigenverantwortung.

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