Ein Kommentator freut sich über die neue Blutregel der Zeugen Jehovas – denkt aber gleichzeitig an:

„die vor dieser Anpassung ihr Leben verloren haben.“
Also an Menschen, die vor dieser „Anpassung“ ihr Leben verloren haben könnten.
Darauf antwortet ein anderer Nutzer mit 1. Petrus 2:19 und schreibt sinngemäß:
Jehova werde diese Menschen berücksichtigen und sie in der Auferstehung wieder zum Leben bringen.
Das ist bemerkenswert.
Die entscheidende Frage wäre eigentlich:
Warum mussten Menschen überhaupt unter einer Regel leiden, die heute nicht mehr verbindlich ist?
Doch statt Verantwortung oder die frühere Lehre zu hinterfragen, wird die Antwort ins Jenseits verschoben:
Sie werden ja auferstehen.
Gestern war die Regel verbindlich.
Heute ist sie geändert.
Und für diejenigen, für die die Änderung möglicherweise zu spät kommt, bleibt als Antwort die Auferstehung.
Deutlicher kann man die Folgen einer religiösen Regel kaum wegtheologisieren.
Hinweis: Die Aussagen stammen aus einer öffentlichen Reddit-Diskussion. Die dort geschilderten persönlichen Fälle sind nicht unabhängig überprüfbar.


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