Janie Letton wurde als Kind über mehrere Jahre von einem Mitglied ihrer Versammlung der Zeugen Jehovas sexuell missbraucht.
2014 wurde der Täter verurteilt und in ein Sexualstraftäterregister aufgenommen. 2025 erreichte er vor Gericht seine Streichung aus diesem Register.
Doch Janie kritisiert nicht nur diese Entscheidung.
Sie berichtet auch über den mangelnden Beistand ihrer damaligen Glaubensgemeinschaft. Niemand habe sich wirklich um sie gekümmert. Besucher aus der Versammlung hätten ihre Familie stattdessen vor allem zur Rückkehr zu den religiösen Zusammenkünften ermutigt.
Bis heute habe sie weder eine Entschuldigung noch eine Entschädigung erhalten.
Eine Religionsgemeinschaft, die sich selbst als liebevolle Bruderschaft bezeichnet, muss sich auch daran messen lassen, wie sie mit den Betroffenen sexuellen Missbrauchs umgeht. Nicht an ihren Werbeversprechen.

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